Wer ist eigentlich der "echte" Weihnachtsmann?

Rauschebart, warme Reibeisenstimme – jeder kennt den Weihnachtsmann. Doch was steckt eigentlich hinter dem weißen Zottelbart, wer ist dieser Weihnachtsmann? Und wo macht der Weihnachtsmann eigentlich Urlaub? Fragen über Fragen – die erste Antwort liefern wir gern vorab: den Weihnachtsmann gibt es wirklich.

 

Es trug sich einst zu, zum Heiligabend in einer Kneipe, wie sollte es auch anders sein. Ein guter Freund streckte den weihnachtlichen Kneipenabend ungewollt in die Länge, zum Leidwesen seiner Familie, die zuhause wartete. Wie kann man jetzt die Lieben noch überraschen? Eckehard Schulz, passionierter Biker, plaudert aus dem Nähkästchen. „Den echten Weihnachtsmann gibt es schon seit 20 Jahren“. Damals schlüpfte er spontan in den roten Mantel, den die Kinder so lieben – den Bart hatte er ja schon. Mit Sack und Pack bescherte er der Familie ein Weihnachtsfest, wie es sich vor allem die Unschuldigsten der Gesellschaft wünschen: den Kindern. „Dieser Blick in die Augen ist unbezahlbar. Sie schauen dich in grenzenloser Freude an und stellen fest: ja, das ist der Weihnachtsmann. Der Echte! Was ein roter Mantel alles ausmacht". Eckehard Schulz, alias Santa Ecky, spricht hier aus Überzeugung. Kinderaugen lügen nicht.

 

Ob es Santa Claus von "Coca Cola" ist, oder vielleicht auch Väterchen Frost – der Symbolwert ist stets der gleiche geblieben und bringt das Weihnachtsfest weltweit auf einen gemeinsamen Nenner: es geht um das Zusammensein, um das Schenken, die Freude. Santa Ecky und seine Biker-Kollegen sahen schnell das Potential dahinter: „Wir können etwas bewegen". Einige Jahre später stand Santa Ecky in voller Montur in einem Kinderheim in Stargard (Polen) und unterstützte eine lokale Spendenaktion. Motiviert vom Erfolg schreitet Santa Ecky im heimischen Viertel zu Taten. „Ich habe die Kinder gesehen in den unteren Schichten. In vielen Fällen sind die Eltern getrennt, es gibt viel Streit und finanzielle Probleme. Die Kinder aber können doch nichts dafür.“. In Berlin-Reinickendorf veranstaltet Santa Ecky mit seinem Biker-Club „Freunde der Straße“ seitdem die Kinderweihnacht, deren erste Veranstaltung schon 195 Kinder in ihren Bann zog. „Wir fuhren durch die Straßen und sammelten Sachspenden. Wir wollten diesen Kindern etwas schenken können“. Ein voller Erfolg und mittlerweile Tradition. Und daraus lernte Santa Ecky vor allem eins: „Erst, wenn du die Freude in den Augen der Kinder siehst und du merkst, dass etwas bewegt wurde, dann weißt du, dass es den echten Weihnachtsmann wirklich gibt, denn genau dafür ist der Weihnachtsmann da“.

 

Im Kinderhospiz der Björn Schulz Stiftung gehört Ecky zu den Stammgästen, in der Kinderkrebsklinik im Virchow-Krankenhaus durfte Santa Ecky sogar ins Schleusenzimmer. Ein Privileg.

 

Doch nicht nur die Kinder lieben ihn: „Es hat mir eine 93-jährige Dame geschrieben, dass sie sich unglaublich freut, den echten Weihnachtsmann noch kennengelernt zu haben“.

 

Mit der Beteiligung an Werbespots kam Ecky schließlich zu Ulrich Lautenschläger, die Einladung zum RockFels-Festival folgte prompt. Wieso sollte denn der Weihnachtsmann auf ein Hard'n'Heavy Festival gehen? Die Antwort wartete auf dem Loreley-Felsen: „Die Kulisse ist absolut einmalig und etwas ganz Besonderes. Das Miteinander auf dem Festival und das friedliche, gemeinsame Zelebrieren von Rockmusik hat mich absolut überzeugt. Wenn der Weihnachtsmann irgendwo Urlaub macht, dann definitiv dort!“. Und so kam es – es wurde Glühwein ausgeschenkt und so ziemlich jeder Festivalbesucher schoss ein Foto mit dem Weihnachtsmann. „Es ist wirklich egal, ob Rocker, Metaller, oder was auch immer – jeder liebt den Weihnachtsmann. Diese Menschen haben mir in die Augen gesehen und in ihnen sah ich diese kindliche, unberührte Freude, diese Freiheit, und ich weiß, dass jeder Mensch den Weihnachtsmann verdient. Also nehme ich mir die Zeit. Das ist meine Lebensaufgabe, meine Berufung. Ich will die Freude und die Fantasie anregen, Glücksgefühle und Erinnerungen hervorholen. Ich glaube, das ist das, was mich zum echten Weihnachtsmann macht“.

 

 

Und wenn die Polkappen dann doch irgendwann geschmolzen sein sollten, dann wissen wir, wo wir den echten Weihnachtsmann finden: auf dem Loreley-Felsen.